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adult remakes

auch im Dt. üblich; etwa: „Remakes bekannter Filme für Erwachsene“; manchmal auch: pornographic remakes

Pornographische Neuverfilmungen erfolgreicher Blockbuster-Produktionen werden oft als adult remakes bezeichnet. Derartige Filme sind seit Anbeginn des Films nachweisbar; bekannt war z.B. die Wiener Saturn-Film, die auf derartige Filme spezialisiert war. Dominanter Ausgangspunkt derartiger Produktionen war immer die ökonomische Überlegung, aus der allgemeinen Bekanntheit der Vorlagen und deren Werbeaufwand zusätzlichen Nutzen zu gewinnen. Neuere Beispiele sind Fleshdance (1985) nach dem Erfolgsfilm Flashdance (1983), Ghostlusters (1991) nach Ghostbusters (1984), Truth or Bare (1992) nach Truth or Dare (1991); manche Pornographisierungen greifen über Jahrzehnte hinweg (wie in Rambone XXX: A DreamZone Parody , 2013, nach Rambo , 1982; Rambo diente als Ausgangspunkt gleich für mehrere XXX-Adaptionen, darunter Rambone the Destroyer , 1985). Auffallend ist die große Zahl pornographischer Horror-Remakes (darunter etwa mehrere Folgen des The Bare Wench Project , begonnen 2000). Doch nicht nur durch die sexualisierende Titel-Variation, sondern auch durch die dargestellten Milieus und die Abwandlungen der erzählten Geschichten bleibt die Vorlage als Anspielungsmarke präsent.

Literatur:   Saturn. Wiener Filmerotik 1906-1910. Hrsg. v. Michael Achenbach, Thomas Ballhausen & Nikolaus Wostry. Wien: Filmarchiv Austria 2009. – Schabschneider, Bettina: Adult Remakes. Pornografische Neuverfilmungen im Vergleich zu ihren Originalvorlagen und ihr Verhältnis zu Genres des filmischen Mainstreams. In: Medien & Zeit 30,2, 2015, S. 40-49.

von: Heinz-Hermann Meyer