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analog / digital

von griech.: análogos (vom Substantiv analogia = Ähnlichkeit) = im gleichen Verhältnis stehend; davon abgeleitet: kontinuierlich (stetig, stufenlos) veränderbar. / von lat.: digitalis (vom Substantiv digitus = Finger) = zum Finger gehörig, davon abgeleitet: in Schritten oder Stufen darstell- bzw. quantifizierbar.

Grundlegende Unterscheidung in Informationswissenschaften und Nachrichtentechnik, die sich auf die Art der Übertragung von (kodierten) Botschaften (Signalen) bezieht.
Bei einem analogen Signal wird eine Botschaft in einem proportionalen Verhältnis übertragen, indem eine physikalische Größe durch eine andere kontinuierlich repräsentiert wird. Unvermeidlich weist diese Art des Übertragungverfahrens zufällige Verzerrungen auf, die im Laufe der Zeit die Signalqualität beeinträchtigen (wie jeder etwa beim Abhören alter Schallplatten bemerken kann und vom Kopieren von Tonbandaufnahmen, VHS-Videomaterial etc. her kennt).
Bei digitaler Übermittlung werden dagegen veränderliche Größen durch Zeichengruppen dargestellt, die mittels eines Codes den darzustellenden Größen zugeordnet sind. Als besonders brauchbar hat sich dabei herausgestellt, die Kodierung auf der Grundlage ganzer Zahlen vorzunehmen, insbesondere mittels des sog. binären Systems, das mit dem Zahlenpaar 0 (Null) und 1 (Eins) arbeitet.
Die fortschreitende Digitalisierung dient im Bereich der Aufzeichnung, Übertragung und Wiedergabe von Filmen und TV-Material dazu, einerseits die stets vorkommenden Störungen (verstanden als zufallsbedingte Signalvariationen) zu reduzieren und zum anderen Rauschen (verstanden als die Gesamtheit der unerwünschten Signale, die sich dem erwünschten Signal, der eigentlichen Botschaft, überlagern) möglichst vollständig zu unterdrücken und den Faktor Zeit, der eine hochqualitative Wiedergabe der Originalaufzeichnungen bisher unterlaufen hat, weitgehend zu eliminieren.