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Apotheose

von griech.: apotheosis = Vergötterung

Allgemein eine Verherrlichung von Figuren als überirdische Wesen, ihre Versetzung in eine himmlische Sphäre; besonders in der Barockoper verbreitete verherrlichende Darstellung überirdischer Wesen in wirkungsvoller Gruppierung als Theatereffekt, korrespondierend dem musikalischen Finale oder happy ending einer Aufführung. Im Film in dieser Reinform nur noch ironisch verwendet. Es finden sich aber Formen der Überhöhung (z.B. im Kriegsfilm, in dem die Toten am Ende noch einmal einzeln vorgestellt und so als moralische oder patriotische Vorbildfiguren heroisiert werden), des melancholischen Zurückblickens (wiederum im Kriegsfilm: wenn am Ende von All Quiet on the Western Front, 1930, Lewis Milestone, eine nicht enden wollende Kette gefallener Soldaten an der Kamera vorbeizieht, nachdenklich zurückschauend, unter ihnen die Helden der Handlung, wird die Sinnlosigkeit des Sterbens der jungen Männer melancholisch-anklagend gefeiert) und ähnliche Muster einer distanzierenden, eine metadiegetische Haltung einnehmenden Kommentierung der Helden einer Geschichte.