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Armut (2)

Die Nutzung von Armutsquartieren für den Filmen steht immer unter dem Vorzeichen der symbolischen Ausbeutung realer Armut zu oft nur rhetorischen Zwecken. Wird der Dreh on location realisiert, erhebt sich zudem die Frage nach dem den am Drehort Wohnenden zustehenden finanziellen Entgelt. Blieb die Poblematik lange unthematisiert, werden heute zunehmend moralische und/oder ethische Vorbehalte gegenüber teuren Filmproduktionen geäußert, insbesondere gegen solche, die zumindest teilweise vor Ort gedreht wurden. So kamen die Filmemacher von Slumdog Millionaire (Großbritannien 2008, Danny Boyle, Loveleen Tandan) massiv unter öffentlichen Druck, den indischen Kinderdarstellern ein Leben außerhalb der Slums zu ermöglichen, nachdem der Film Millionen eingespielt und acht Oscars gewonnen hatte. 
 

Referenzen