Metainformationen zur Seite
  •  

Beat Cinema

Die von den sogenannten amerikanischen „Beatniks“ produzierten Filme Ende der 1950er Jahre werden oft als Beat Cinema identifiziert. Der Begriff „Beat“ wurde zwar Ende der 1940er Jahre von Jack Kerouac geprägt, doch erst im Laufe der nächsten zehn Jahre findet er Eingang in die Umgangssprache, um die neue Bohème zu charakterisieren, die sich gegen die Konformität der Eisenhower-Ära stemmte. Zur “Beat Generation” gehörten Dichter vor allem in New York (Greenwich Village) und San Francisco (North Beach); zu ihnen zählen Jack Kerouac, William S. Burroughs, Allen Ginsberg, Lawrence Ferlinghetti, LeRoi Jones, Gregory Corso und Peter Orlovsky, Bildkünstler wie Ed Ruscha, Ed Kienholz und Jay Defeo, Musiker wie David Amran, Fotografen und Filmemacher wie Jonas Mekas, Robert Frank und Shirley Clarke. Als erster beat film gilt Pull My Daisy (1959) von Robert Frank und Alfred Leslie, der mit der Beteiligung von Ginsberg, Kerouac, Corso und Amran entstand. Es folgte Shadows (1959) von John Cassavettes, Cry of Jazz (1959) von Edward Bland, The Sin of Jesus (1961) von Robert Frank, The Connection (1962) von Shirely Clarke und Guns of Trees (1964) von Jonas Mekas. Dagegen gelten die Filme The Beat Generation (1959, Charles F. Haas) und The Subterraneans (1960, Ranald MacDougall) als Hollywoodprodukte, die das Thema „Beatniks“ lediglich ausschlachteten.

Literatur: Sargeant, Jack (ed.): The naked lens. Beat cinema. New upd. & expanded ed. London: Creation Books 2001 (Creation Cinema Collection.7.). Zuerst 1997. – Sterritt, David: Mad to be saved: the Beats, the '50s, and film. Carbondale: Southern Illinois University Press 1998.
 

Referenzen