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Belichtungsmesser

früher selten auch: Luxmeter; engl.: exposure meter

Belichtungsmesser sind Messgeräte für die Intensität des Lichts. Entweder sind sie eigenständige Geräte (= Handbelichtungsmesser) oder Teil einer Kamera (integrierte oder interne Belichtungsmesser, oft auch: TTL-Messer). Sie messen die relative Helligkeit des Motivs, woraus die Daten für die Belichtung (Blende, Belichtungszeit) berechnet werden.
Erste Belichtungsmesser stammten aus dem 19. Jahrhundert, die auf photochemischem Wege die Lichtmengen feststellten. Nach den ebenfalls bereits vor 1900 verbreiteten Stufenphotometern („Lucimeter“), bei denen getönte Glasscheiben hintereinander geschoben wurden, bis sie kein Licht mehr durchließen, kam es in den 1920ern zur Einführung der Selenzelle sowie anderer (ausnahmslos auf Selen basierten) Photodioden, deren optisch angeregter Strom unmittelbar ein Drehspulmesswerk ansprechen konnte, mit dem sich die Öffnungs- und Belichtungszeiten der Kamera berechnen ließen. Eine neuere Generation von Photozellen (auf der Basis von Cadmium-Sulfit, Silikon, Germanium und Gallium) löste in den 1960ern die Selenzellen weitgehend ab; im Unterschied zu den älteren Zellen, die selbst Strom abgeben, brauchten sie aber Batterien, weil ihr Wirkprinzip darauf basierte, dass das Licht den Stromdurchfluss messbar beeinflusste. CCD‑ und CMOS‑Kameras der neuesten Zeit benötigen keinen separaten Belichtungsmesser, da sie die Beleuchtungsstärke anhand ihrer Bildsensoren ermitteln können. Auch die im professionellen Bereich bis heute üblichen Handbelichtungsmesser erfassen die Lichtmengen elektronisch.
Bei der Belichtungsmessung wird unterschieden zwischen der Messung des auf das Objekt auftreffenden Lichts (= Lichtmessung) oder auf der der Messung des vom Objekt reflektierten Lichts (= Objektmessung).