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canned audience / canned laughter

auch: laugh track, audience track
auch: laugh track, audience track; dt.: Lachkonserve, auch: Laughtrack

Ursprünglich war das Publikumsgeräusch (oder sogar abgebildetes Studiopublikum) ein Resultat der frühen Produktionsbedingungen von Soap Operas und Serials: sie wurden live gedreht und gesendet. Das Publikum diente dabei wohl vor allem als Adressat für die Schauspieler. Tatsächlich hält sich die Form der „Einzimmerkomödie“, des kleinen Kammerspiels, der situation comedy ja bis heute, wenn auch das Publikumsgeräusch heute wohl meist tatsächlich vom Band zugemischt wird (daher die Bezeichnung canned). Wenn nun ein Life-Publikum eine Aufführung sieht, und wenn die – akustische – Reaktion des Publikums für das Medium mitaufgezeichnet wird, dann präsentiert das mediale Produkt tatsächlich nicht das Stück, das gespielt wird, sondern einen eingebetteten Text: eine Aufführung des Stücks. 

Literatur: Hans J. Wulff: Segmentale Analyse, Textgliederungssignale und Publikumsgeräusch. Überlegungen zur Indikation makrostruktureller Bezugsgrößen an Textoberflächen. In: Kodikas/Code 13,3-4, 1990, S. 259-276.