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CineFotocolor

Von Daniel Aragones, Spanien, 1941 ausgearbeiteter Zweifarbenfilm entsprechend Dunningcolor (1). Das Verfahren wurde in den fünfziger Jahren in Spanien und Frankreich eingesetzt. Ein spanischer Spielfilm war Flamenco (1952, Edgar Neville). Die Vorspannbezeichnung lautete auch „Exotic Colour“, worunter der 1952 in Spanien von einem angloamerikanischen Filmteam gedrehte erste Spielfilm Babes in Baghdad (Jerónimo Mihura, Edgar G. Ulmer) lief. Er wurde in England mangels Kapazität für zweifarbige Kopien (Radiantcolor) auf dreifarbigen Ferraniacolor-Positivfilm kopiert. Ab 1953 stellte dann Labocolor in St. Cloud, Frankreich, Kopien unter ihrem Namen Réalcolor her. Dafür diente ein herkömmlicher Schwarz/Weiß-Positiv-Film, in den die Farbauszüge von vorne bzw. von hinten einkopiert und nacheinander nach dem Tonungsverfahren blaugrün und nach dem Beizfarben-Verfahren rotorange eingefärbt wurden.

Literatur: Koshofer, Gert: Color. Die Farben des Films. Berlin: Spiess 1988, S. 47. – Limbacher, James: Four Aspects of the Film. New York: Brussel & Brussel [1968], S. 67.