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cinema of cruelty

Als Analogbildung zu Artauds Konzeption eines théâtre de la cruauté argumentiert das cinema of cruelty, dass es eine Affinität der Zuschauer insbesondere zum Horrorfilm gebe, der sie in einer Art von Strudelbewegung an Transzendenzerfahrungen heranführe, die sie eigentlich suchten. Darum auch enthalte das Horrorkino so starke reflexive Momente, weil es die voyeuristischen Motive der Zuwendung des Zuschauers ebenso selbst zum Thema mache wie die Herstellung der Illusion, aber auch die Verdrängungs- und Tabuisierungsleistungen des Subjekts, das in der Sicherheit der Kinosituation spezifische, ästhetisch vermittelte Bewusstwerdungsmöglichkeiten erlangen könne.

Literatur: André Bazin: The Cinema of Cruelty: From Buňuel to Hitchcock. New York: Seaver Books 1982. - Blum, William: Toward a Cinema of Cruelty. In: Cinema Journal 10,2, 1971, S. 19-33. – Will H. Rockett: Devouring Whirlwind. Terror and Transcendence in the Cinema of Cruelty. Westport, Conn.: Greenwood Press 1988 (Contributions to the Study of Popular Culture. 21.).

Referenzen