Metainformationen zur Seite
  •  

Cinemascope 55 (2,55:1)

20th Century Fox experimentierte kurzfristig mit einer CinemaScope-Variante, die 55mm breiten Negativfilm (genauer: 55,625mm) zur Erhöhung der Bildschärfe nutzte; das Bild übergriff 8 Perforationslöcher. Der Kameramann Sol Halprin und die beiden Ingenieure Grover Laube und Earl Sponable entwickelten das Verfahren und griffen dazu auf die 1929 bei Fox für das Grandeur-Verfahren modifizierten Mitchell-Kameras zurück. Das Negativ-Material produzierte Kodak. Für die Vorführung wurden die Filme auf normalen 35mm-Film umkopiert. Es gab nur zwei Filme in diesem Verfahren: Carousel, 1956; The King and I, 1956. Von zweiterem wurden auch 55mm-Positive gezogen, die auf Roadshows zum Einsatz kamen, sowie 70mm-Kopien, die 1961 anlässlich einer Neuaufführung des Films hergestellt wurden; letztere Tatsache wurde von 20th Century Fox als „Grandeur 70" bezeichnet.