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Cinemiracle

Cinemiracle ist ein Cinerama ähnliches 3-Film-Verfahren, mit dem eine panoramatische Projektion im Seitenverhältnis 2,59:1 vorgenommen werden kann. Es wurde anfangs der 1950er Jahre als 2-Bild-Verfahren von der Smith-Dieterich Corporation entwickelt. Die National Theatres Group übernahm die Patente und ließ das Verfahren durch seinen Entwicklungsingenieur Russell H. McCullough weiterentwickeln. Mit drei Kameras konnte man einen Bildwinkel von 120° darstellen. Die äußeren Kameras erfassten ihre Bilder mittels eines Spiegels (entsprechend nutzte man auch bei der Projektion Umlenkspiegel); dabei wurde überkreuz verfahren – der Spiegel der linken Kamera erfasste das Bildfeld rechts vom Bildfeld der mittleren, der der rechten das Bildfeld links von der mittleren Kamera. Die drei Projektoren standen in einer einzigen Kabine. Die Leinwände waren glatt, hatten keine Lamellen. Für die Aufnahme wurden drei Mitchell-Kameras zu einer optisch-elektrischen Einheit synchronisiert. Dazu wurde ein von RCA betreuter 7-Kanal-Hifiton auf einem separaten 35mm-Magnetfilmband aufgezeichnet; er enthielt 5 Frontkanäle (Links, Links-Center,Center, Rechts-Center, Rechts) und 2 Surroundkanäle, die Surround-Lautsprechern Hinten-Links, Hinten und Hinten-Rechts in jeder Kombination zugeordnet werden konnten. Es wurde nur ein einziger Film im Cinemiracle-Verfahren hergestellt (Windjammer, 1958). Das Verfahren wurde noch 1958 von Cinerama übernommen.