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Cinetarium

manchmal auch: Cinetario

(1) Eine Projektion auf eine im Raum hängende kuppelförmige Leinwand nennt man Cinetarium. Das heute weitgehend ungebräuchliche Wort gemahnt an „Planetarium“ und spielt auf eine Himmelsillusion an, die mittels der Projektionskünste geschaffen werden kann. Heute gehören die Imax-Kinos zu jenen Kinos, die die „Cinetarien-Illusion“ zu realisieren versuchen, ebenso wie die Kugelkinos und die Cinedome.
(2) Als Cinetarium bezeichnete der Hamburger Adalbert Baltes ein auf der Photokina 1958 vorgestelltes Halbkugel-Kino. Die Aufnahmen wurden auf 35mm-Film gemacht und nutzten eine verspiegelte Kugel als Reflektor des horizontalen und vertikalen Halbpanoramas. Die gleiche Kugel diente bei der Projektion dazu, das verzerrte Bild wieder zu entzerren. Baltes betreib kurze Zeit ein nach dem Verfahren arbeitendes Rundumkino in Hamburg. Eine Variante des Systems ist das französische Panrama-Verfahren.