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clay animation II: frühe Geschichte bis 1950

Die ersten amerikanischen Knetanimationen werden noch als Traumsequenzen in Erzählhandlungen eingebettet, so in den (nicht identischen) Kurzfilmen A Sculptor's Welsh Rabbit [auch: Rarebit] Dream (Edison 1908, 590 ft., Kamera: Edwin S. Porter) und The Sculptor's Nightmare (American Mutoscope & Biograph 1908, Wallace McCutcheon, 11 min., Kamera: Billy Bitzer, mit Mack Sennett). Cartoon-Formate folgen: Chew-Chew Land (aka: The Adventures of Dolly and Jim, Vitagraph 1910, J. Stuart Blackton, 600 ft.). Seit 1915 zeigt Willie Hopkins seine Single-Frame-Cartoon-Serie Miracles in Mud, deren wohl berühmtestes, gern parodiertes Werk Swat the Fly (1916, 5 min) wurde. Die erste weibliche Clay-Künstlerin wird Helena Smith Dayton mit Romeo and Juliet (1917). Max Fleischers Modeling (1921, 7 min.) kombiniert als Auftakt zur Cartoon-Serie Out of the Inkwell (1921-1927) der Studios der Fleischer-Brüder Animation und Spielhandlungen mit dem bereits beliebten Clown KoKo. 1923 zeigt die Newsreel-Serie Pathé Review in der Episode Monsters of the Past (1923) die Animationskünstlerin Virginia May beim Anfertigen eines Dinosauriers und trägt damit nicht unwesentlich zur Beliebtheit der Dinosaurier-Figuren bei. In Deutschland experimentiert Oskar Fischinger mit buntem Wachs an Formen der später so genannten strata-cut animation. Auf dem Gebiet des Avantgarde-Experimentalfilms erscheinen in den späten 1940er Jahren No Credit (1948, 8 min.) und Proems (1949, 10 min.) von Leonard W. Tregillus, einem amerikanischen Chemiker und Fotografietechnik-Erfinder. 

Literatur: Frierson, Michael: Clay animation: American highlights 1908 to the present. New York: Twayne / Toronto: Maxwell Macmillan 1994. – Frierson, Michael: Clay animation comes out of the inkwell: The Fleischer Brothers and clay animation. In: Pilling, Jayne (ed.): A reader in animation studies. London: Libbey 1997, S. 82-92.