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cold reading

(1) engl.: „kalte Deutung“; auch: sensory leakage

Ursprünglich von professionellen Zauberkünstlern verwendeter Fachausdruck für verschiedene Techniken, in interviewartigen Situationen ohne wirkliches Wissen über den Gesprächspartner bei diesem den Eindruck eines vorhandenen Wissens zu erwecken.

(2) engl.: „kalte Lesung“

Bezeichnung für die erste Leseprobe eines Drehbuchs, um den Inhalt einer Szene, die gesamte Geschichte oder das Verhalten der Charaktere aufzufassen und in einer ersten Rohfassung darzustellen. Das cold reading dient meist der ersten Verständigung zwischen Regie und Schauspieler und bereitet die später folgende eigentliche Inszenierung vor. Darum auch stellen die Schauspieler die Figuren noch nicht dar, das Rollenkonzept ist noch unausgearbeitet, das „kalte Lesen“ ist eine erste Annäherung an die Figuren und an die Mitspieler.