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comedy of wit

Der Ausdruck Comedy of Wit bezeichnet eine literarhistorische Kategorie und meint im engeren Sinne eine Form der englischen Restaurationskomödie des Elisabethanischen Zeitalters (mit selten oder nie verfilmten Autoren wie George Etheredge, William Wycherley, William Congreve oder Aphra Behn). Speziell bei Shakespeare verfügt der komische Held nicht nur über die notwendigen Fähigkeiten zu schalkhaften Auseinandersetzungen, sondern er ist auch ein integrer Charakter ohne größere moralische Fehler. Die komische Heldin spielt dabei ihre Verführungskünste mittels des ihr zur Verfügung stehenden eleganten Sprachwitzes mit unmittelbarer Schlagfertigkeit unbekümmert aus. Insofern darf die Comedy of Wit als ein historischer Vorfahr der modernen Screwball Comedy angesehen werden, und so bleibt es auch wenig verwunderlich, dass die romantischen Sprachwitz-Komödien Shakespeares immer wieder verfilmt werden, so etwa seine späte und vielleicht reifste Comedy of Wit, As You Like It, von Paul Czinner (Großbritannien 1936), Michael Elliott & Ronald Eyre (TV, Großbritannien 1963), Basil Coleman (TV, Großbritannien 1978), Christine Edzard (Großbritannien 1992) und erst kürzlich von Kenneth Branagh (USA/Großbritannien 2006), um nur die wichtigsten zu nennen.

Literatur: Gill, Pat: Interpreting ladies: women, wit, and morality in the Restoration comedy of manners. Athens, GA: University of Georgia Press 1994. – Hattaway, Michael: The comedies on film. In: The Cambridge companion to Shakespeare on film. Ed. by Russell Jackson. 2nd ed., Cambridge / New York: Cambridge University Press 2007, S. 87-101. – Hierlwimmer, Heike Anna: Geschlechterkampf mit Happy-End. Die angelsächsische Sittenkomödie von der Restoration Comedy bis zur Screwball Comedy of Manners. Diss. Trier 2005.

Referenzen