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Cross-Over

dt.: überqueren, hinübergehen, über Kreuz; manchmal auch: crossing-over

Die Bezeichnung Cross-Over wurde ursprünglich in der Musikbranche als Bezeichnung für die Mischung verschiedener Musikstilrichtungen (z.B. eine Verbindung aus Jazz und Rock) geprägt, ist dort inzwischen aber eher ungebräuchlich. Sie wird daneben in der Serienentwicklung verwendet und bezeichnet dort insbesondere den Figurenaustausch zwischen mindestens zwei Serien. In der Erzählforschung bezeichnet Cross-over die Verwischung von Grenzen zwischen zwei unterschiedlichen Texten sowie dessen Zusammenfügung auf einer neuen Ebene. Der Begriff kann sich aber ebenso auf einzelne Figuren beziehen, die sich in völlig neuen Settings zurechtfinden müssen und dazu führen, dass sich zwei Welten miteinander vermischen.
In der Medienwelt werden Crossover-Auftritte gelegentlich auch als Gastauftritte der Figuren tituliert (wenn sich z.B. Showmaster gegenseitig in ihren Shows besuchen). Im Allgemeinen bezieht sich jedoch ein Gastauftritt in diesem Zusammenhang nicht auf die Figuren, sondern auf die Sportler, Politiker oder Sänger, die einen Kurzauftritt in einer Serie (oder einem anderen Programm) übernehmen. Dabei verkörpern sie entweder eine fiktive Figur oder sich selbst (engl.: notable guest appearances).
Crossover-Auftritte kommen vermehrt bei Spin-Off-Serien zum Einsatz, da im Allgemeinen freundschaftliche, verwandtschaftliche, nachbarschaftliche oder berufsbezogene Beziehungen zwischen den Figuren der Serie bestehen. Ein klassisches Beispiel: Der Richter aus Picket Fences erlitt einen Herzanfall und musste, da man ihn in der Kleinstadt nicht behandeln konnte, in Chicago ins Chicago Hope Hospital eingeliefert werden. Nachdem er geheilt wurde, trat er in der neuen Serie dort nicht mehr auf.

Referenzen