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Cyberspace

Kompositum aus engl. cyber- (Rückbildung aus cybernetics) ‚zur Informationstechnologie gehörend, das Internet und die virtuelle Realität betreffend‘ + space ‚(abstrakter, Daten-) Raum‘

Ein elektronischer bzw. virtueller und begrifflicher Raum, der durch die grafische Wiedergabe abstrahierter Daten entsteht und in dem Objekte untereinander oder mit Personen der realen Welt interaktiv kommunizieren können. Im Unterschied zur „Virtual Reality“, die eine fiktive, vom User erfahrbare virtuelle Welt darstellt, bezeichnet der Begriff Cyberspace den auf der Programmebene entstehenden Datenraum, weshalb auch protagonistengebundene filmische Abenteuer im Cyberspace nur als Versuche zur Darstellung virtueller Realität gelingen können (Johnny Mnemonic, USA/Kanada 1995, Robert Longo; Virtuosity, USA 1995, Brett Leonard; Lawnmower Man 2: Beyond Cyberspace, USA 1996, Farhad Mann; The Matrix, USA 1999, Andy & Larry Wachowski; eXistenZ, Kanada/UK/F 1999, David Cronenberg). Die erstmalige Begriffverwendung wird dem Schriftsteller William Gibson, in dessen Neuromancer-Romantrilogie (1984-88) davon die Rede ist, zugesprochen.

Literatur: Barnett, P. Chad: Reviving cyberpunk: (re)constructing the subject and mapping cyberspace in the Wachowski Brothers’ film The Matrix. In: Extrapolation 41,4 (2000), S. 359-374. – Levery, David: From cinespace to cyberspace: zionists and agents, realists and gamers in The Matrix and eXistenZ. In: Journal of Popular Film and Television 28,4 (2001), S. 150-162. – Rheingold, Howard: Virtuelle Welten. Reisen im Cyberspace [1991]. Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1995, bes. S. 59-77. – Sullivan, Laura L.: Cyberbabes: (self-)representations of women and the virtual male gaze. In: Computers and Composition 14,2 (1997), S. 189-204.

Referenzen