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faschistischer Film

Filme aus der faschistischen Zeit Deutschlands, Spaniens und Italiens, in denen die entsprechende Ideologie und klare politisch-gesellschaftliche Wertevermittlung vorherrschen. Merkmale sind insbesondere gesteigerter Ordungssinn, die Inszenierung von Menschen als Ornament, die Aufhebung des Einzelnen in der Volksgemeinschaft oder sein Verschwinden in der formierten Masse, die Exponierung von Männerbünden, die Naturhaftigkeit des Gesellschaftlichen. Ferner verbindet sich damit die Mythisierung geschichtlicher Ereignisse, Irrationalisierung von Autorität und Macht, Polarisierung der Geschlechtscharaktere, Blut- und Boden-Propaganda, Brutalität und Rassismus sowie Heroisierung von Führerpersönlichkeiten mit spezifischen Opfer- und Verzichtsmodellen. In Italien verkörpert sich die faschistische Ära in den Stilrichtungen des Calligrafismo und den ästhetischen Codes der Telefoni bianchi.

Beispiele: Hitlerjunge Quex (Deutschland 1933, Hans Steinhoff); Scipione l'Africano (Italien 1937, Carmine Gallone); Triumph des Willens (Deutschland 1935, Leni Riefenstahl).

Referenzen