Metainformationen zur Seite
  •  

Filmesoterik

Meist pejorativ gebrauchter Begriff, der Filmanalyse auf dem Hintergrund religiöser, magischer und ritueller Gedankenmodelle bezeichnet, ergänzend zur Filmtheologie. Im Mittelpunkt des Interesses stehen Filme, die bereits eine rituelle Codierung in der Inszenierung erfahren haben, etwa Kenneth Angers Experimentalfilme (Scorpio Rising,1964, Lucifer Rising, 1973), die ohne ein magisches Hintergrundwissen hermetisch bleiben. Aber auch Genrefilme wie Jacques Tourneurs Night of the Demon (1957), Robin Hardys The Wicker Man (1973) oder Richard Stanleys Dust Devil (1992) werden erst mit dem entsprechenden okkulten Verständnis fruchtbar. Auch die Analyse der Filmmythologie nach strukturalistischen Prinzipien ist hiermit verwandt.