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Filmhochschule

Eine Filmhochschule ist eine Einrichtung zur beruflichen Ausbildung für Film- und Fernsehschaffende wie Filmregisseure, Drehbuchautoren, Filmproduzenten, Filmkomponisten, Kameraleute, Filmeditoren, Szenenbildner und Tongestalter. In Deutschland sind die anerkannten Filmhochschulen eigenständige Institutionen und haben zumeist den Status einer Kunsthochschule. Im anglo-amerikanischen Sprachraum sind Filmhochschulen oder Kunsthochschulen meist als Fakultäten in große Universitäten integriert. In Italien und Frankreich existieren die Filmhochschulen als eigenständige Einrichtungen. Weltweit sind anerkannte Filmhochschulen im internationalen Filmhochschulverband CILECT (Centre International de Liaison des Ecoles de Cinéma et de Télévision) organisiert. 

Die ersten Filmhochschulen wurden um 1920 gegründet (1919: Moskau/VGIK; 1919: New York/Fakultät an der Columbia University; 1921: München/Deutsche Filmhochschule), eine zweite Gründungswelle war um 1940 (1935: Rom/Centro Sperimentale del Cinematografia; 1938: Babelsberg/Deutsche Filmakademie; 1943: Paris/l‘IdHEC; 1948: Lódz/ Szkole Filmowej). In engem Zusammenhang mit der Kinokrise und der Neuformulierung einer ästhetisch-politischen Programmtik des Films stehen die Gründungen der 1960er (1966: Berlin/Deutschen Film- und Fernsehakademie; 1967: München/Hochschule für Fernsehen und Film). Spätere Gründungen resultieren zumeist aus der wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung der AV-Medien. 

Literatur: Rathsack, Heinz: Vier Filmhochschulen. Centro Sperimentale di Cinematografia, Rom, Inst. des Hautes Études Cinématographiques, Paris, Escuela Oficial de Cinematografia, Madrid, Panstwowa Wyzsza Szkola Teatralna i Filmowa, Lodz. Strukturen, Aufgaben, Ergebnisse. Bonn: FIAG 1964 (Schriften des Verbandes der Film- und Fernseharbeitsgemeinschaften an den deutschen Hochschulen. 1.). – Slansky, Peter C.: Filmhochschulen in Deutschland. Geschichte, Typologie, Architektur. München: Ed. Text + Kritik 2011. 

Referenzen