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Filmrestaurierung

engl.: film restoration

Bis etwa Mitte der 1970er Jahre sahen Filmarchive ihre Hauptaufgabe darin, Filme zu sammeln und zu konservieren, d.h. von den Originalkopien (oft aus Nitrofilm bestehend) neue Negative und Kopien zu ziehen. Doch die Verstümmelung von Filmen durch Rechtsinhaber, staatliche Zensur und Kinobesitzer machte es zunehmend nötig, Filme wieder in ihren ursprünglichen Zustand durch die Restaurierung zurückzuversetzen. Unter Filmrestaurierung versteht man das Sammeln von allen noch erhältlichen Filmkopien und Negativen eines bestimmten Titels, die dann Bild für Bild (und Ton für Ton) miteinander verglichen werden, um am Ende ein möglichst vollständiges Negativ, Lavendel und neue Vorführkopien herzustellen. Heute wird diese Arbeit oft durch digitale Zwischenschritte ergänzt, um eine Annäherung an die Bild- und Tonqualität des Originals zu erreichen. Der in Mode gekommene Begriff wird oft auch von kommerziellen Anbietern zu Reklamezwecken eingesetzt – da werden „restaurierte Fassungen“ angepriesen, wo doch nur eine neue Vorführkopie gezogen wurde.