Metainformationen zur Seite
  •  

follow-Up

auch: follow up, followup; von engl.: to follow up = etwas weiterverfolgen

In der Medienwissenschaft bezeichnet Follow-up das Weiterleben von Figuren oder die weitere Nutzung von Elementen einer abgedrehten Serie in einer neuen Serie unter einem neuen Titel. Spezifische Merkmale einer Follow-up-Serie sind: (1) die Übernahme von Haupt- und Nebenfiguren und (2) die direkte Fortführung der Plotstruktur der Mutterserie, wobei in der Regel keine Zeitsprünge und Ortswechsel stattfinden. Eine Follow-up-Serie unterscheidet sich nur durch die Namensänderung von einer neuen Staffel, welche allerdings nur geringfügig vom Titel der Mutterserie abweicht. Mutter- und Follow-up-Serie werden vom gleichen Produzenten betreut. Das Publikum der Mutterserie wird übernommen, neue und „verlorene“ Zuschauer werden durch den Quasi-Neustart gewonnen bzw. wiedergewonnen. Die Follow-up-Strategie wird in der Regel eingesetzt, wenn der Protagonist aus der Ursprungs­serie aussteigt, jedoch eine Weiterverfolgung des Plots ökonomisch sinnvoll erscheint.

Literatur: Petersen, Rüdiger: "Serien-Spin-Off" als Strategie der Programmentwicklung. Köln: Institut für Rundfunkökonomie 2004 (Arbeitspapiere des Instituts für Rundfunkökonomie. 190.).

Referenzen