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Frühe Kinematographie

Der Begriff bezeichnet Produktionen der ersten Phase des Films von 1895 bis ca. 1911. Von einigen Ausnahmen abgesehen, handelt es sich um Ein- und Zweiakter mit einer Laufzeit von unter 10min, die aus einer einzigen (single shot) oder aber mehreren Einstellungen bestehen. Nichtfiktionale und narrative Formen stehen noch gleichberechtigt nebeneinander. Dagegen zeichnet sich ab 1911– im Gleichklang mit der Institutionalisierung des Kinos – eine zunehmende Dominanz narrativer Genres ab sowie die verstärkte Hinwendung zu längeren und umfangreicheren Stoffen.
Zum Formenspektrum der Frühen Kinematographie gehören neben dem phantom ride, dem Landschaftsbild resp. der Ansicht und der Aktualität (actualité) die nichtfiktionale, die dramatische, die komische, die erotische und die gestellte Szene sowie die Féerie.

Referenzen