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ghoulie

von arab. g(h)ul ‚Wüstendämon‘

Ein Ghoul ist ein böser, phantomhafter Geist, der in Gräber eindringt und sich von Leichen ernährt; das Wort gelangte 1786 durch William Beckfords Schauerroman Vathek über das Französische ins Englische; das heutige ghoulie ist eine dieser Tradition abgelauschte, in den 1960er Jahren im Amerikanischen aufgekommene Bezeichnung für billig produzierte Horrorfilme, die extreme, nekrophage Gewalttätigkeiten durch halbzerfallene, vor Fäulnis triefende, zombiehaft umherwankende Untote zeigen, oft in Verbindung mit Satanismus und Sex. Begann das Genre als Abkömmling des Mumien-Gruselfilms (The Ghoul, Großbritannien 1933/34, T. Hayes Hunter), so bewegte es sich über den Vampirfilm und den Slasherfilm immer weiter in Richtung auf eine Verschmelzung von College-Film und Teenie-Horrorkomödie mit bösartigen Streichen von Kleinungeheuern nach Art der Gremlins bzw. wie in Mars Attacks; so in den bisher vier Folgen von Ghoulies (USA 1985-1993).
Als Ghoulie kann auch die Person selbst bezeichnet werden, die besonderes Interesse an nekrophilen Betätigungen zeigt.

Literatur: Sexploitation filmmakers: wildest, sexiest, weirdest, sleaziest films: masters of the nudie-cutie, ghoulie, roughie, and kinkie. Ed. by Riccardo Morrocchi and Stefano Piselli. [...]. Firenze: Glittering Images 1995; erw. Neuaufl. 1997 (Bizarre Sinema!.).

Referenzen