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Grand National

Mit Hilfe von Geldern der Pathé Laboratories gründeten ehemalige Mitarbeiter der Pathé unter der Leitung von Edward L. Alperson am 16.4.1936 die Grand National Films, Inc. Der erste Film des neuen Studios war das recht erfolgreiche Musical The Devil on Horseback (1936, Crane Wilbur). Zu den Stars gehörte der singing cowboy Tex Ritter, der mit Song of the Gringo (1936) einen erfolgreichen Western zu den Anfangserfolgen der Firma beisteuerte. Zunächst hatte man auf dem Gelände der RKO und Pathé in Culver City gedreht, doch übernahm man 1937 die Educational Studios am Santa Monica Boulevard in Hollywood. Im Sommer 1936 gelang der wichtigste Coup des neuen Studios – sie nahmen James Cagney unter Vertrag, der sich mit Warner Bros. überworfen hatte. Cagney drehte zwei Filme für die Grand National – einen Western (Great Guy, 1936) und ein Musical (Something to Sing About, 1937), das die Firma in finanzielle Schwierigkeiten brachte, weil es die Produktionskosten von 900.000 US-$ bei weitem nicht einspielte. Grand National musste Insolvenz anmelden. Sie wurde als Grand National Pictures, Inc. reorganisiert (mit E.W, Hammons als neuem Präsidenten), kam aber aus den Schwierigkeiten nicht heraus und und übergab im März 1940 die verbliebenen Vermögenswerte an die Mohawk Film Corp.

Literatur: Okuda, Ted: Grand National, Producers Releasing Corporation, and Screen Guild, Lippert. Complete filmographies with studio histories. Jefferson, NC [...]: McFarland 1989. – Robison, Robert J.: A short history of Grand National Pictures. In: The Films of Yesteryear, 1, July 1977 [Themenheft].