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Influencer

von engl.: to influence = beeinflussen

Aus dem Marketing stammende Bezeichnung für Personen, die das Wissen und vor allem das Kaufverhalten von Konsumenten beeinflussen können. Mit dem Aufkommen der sozialen Netzwerke in den 2000ern meist eingeschränkt auf Personen, die aufgrund ihrer starken Präsenz und hohen Ansehens in den sozialen Netzwerken eines kommerzialisierten Internets für Werbung und Vermarktung in Frage kommt ( Influencer-Marketing ). Mehreren Studien zufolge kann man durch das gezielte Ansprechen und Instrumentalisieren einflussreicher Einzelpersonen ein breiteres Publikum erreichen, als mit herkömmlichen weit und beliebig gestreuten Werbemaßnahmen. Das Produkt verkauft sich über den wirksamen Mechanismus der Mundpropaganda, jedoch mit der sehr hohen Reichweite innerhalb der sozialen Netze. Influencer können Politiker, Sportler ( Celebrity Branding ), Journalisten oder viel gelesene Blogger (Meinungsbildner und Multiplikatoren) sein, die stark in sozialen Netzen tätig sind. Manche Firmen starten ganze Werbekampagnen oder starten eigene Produktserien unter dem Namen des Influencers. Ein bekanntes Beispiel ist Cameron Dallas [Stand: 2016], der z.B. für die Modekette Calvin Klein Personality-Werbung betreibt; Dallas hat mehr als 35 Millionen Follower in den verschiedenen sozialen Netzen. Die Bekanntheit von Influencern und diese selbst werden heute meist durch Agenturen vermarktet.

Literatur: Cialdini, Robert B.: Influence: Science and practice . Boston: Allyn & Bacon 2001; dt.: Die Psychologie des Überzeugens. Bern: Huber 2003. – Brown, Duncan / Hayes, Nick: Influencer Marketing: Who really influences your customers? Oxford: Butterworth-Heinemann 2007. – Scheer, Lisa K. / Louis W. Stern: The effect of influence type and performance outcomes on attitude toward the influencer. In: Journal of Marketing Research 29,1, 1992, S. 128-142.