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It-Girl

auch im Engl.: it-girl; in den 1940ern und 1950ern war die  Bezeichnung party girl für junge Frauen verbreitet, die vor allem durch ihre Beteiligung an den Festen, Empfängen u.ä. Freizeitveranstaltungen der Reichen und Berühmten bekannt waren

Als It‑Girl wird eine zumeist jüngere Frau bezeichnet, die durch stetige Medienpräsenz auffällt. Mit dem It der Bezeichnung sind „das gewisse Etwas“, Sexappeal, Ausstrahlung und Auftreten vermeint. Der Begriff ließe sich also als „Mädchen mit dem gewissen Etwas“ übersetzen.

Die Bezeichnung it-girl kam zum ersten Mal in den USA für den Stummfilm‑Star Clara Bow auf („Amerikas erstes Sex‑Symbol“), nachdem sie 1927 die Hauptrolle in dem Film It (dt.: Das gewisse Etwas) nach dem Erfolgsroman It von Elinor Glyn gespielt hatte. 2009 wurde dieser Begriff in den Duden aufgenommen, der ihn auf jüngere Frauen beschränkt, die „durch ihr häufiges öffentliches Auftreten in Gesellschaft prominenter Personen (und ihre starke Medienpräsenz) einer breiten Öffentlichkeit bekannt“ sind. In jüngster Zeit werden vor allem junge Frauen als It-Girls bezeichnet, die sich nahezu ausschließlich durch ihre Medienpräsenz auszeichnen. Eines der bekanntesten neuen Beispiel ist Paris Hilton; dazu rechnet aber z.B. auch der Internetstar Julia Allison. Selbst die Modeacessoires werden dem „It“ subsumiert (wie etwa Handtaschen, die nur kürzestfristig in Mode sind und die gelegentlich it-bags genannt werden).

Viele der It-Girls sind Erbinnen der Reichen und Berühmten, und es liegt nahe, ihre (allerdings oft nur kurze) Medienpräsenz als Erscheinungsform einer Ökonomisierung der Aufmerksamkeit und eines Ausgreifens des Marketing auf die Klatschpresse zu interpretieren.