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Jakusa-Film

japan.: Yakuza-geki; auch Ninkyo-mono; dt. manchmal auch: Jakuza-Film; von japan. jakuza ‚organisierter Krimineller, Bandenmitglied‘

Zahlenmäßig starke Gruppe von Filmen, die das Milieu traditioneller krimineller Banden Japans zeigen und insbesondere deren spezifischen Ehrenkodex, sozialen Zusammenhalt, systemische Abhängigkeiten zwischen Personen und ganze Geflechte von Gratifikationen bzw. Sanktionen schildern. Die Realität der Jakusa-Gruppen bildet eine eigene Subkultur, die weitgehend von der umgebenden gesellschaftlichen Ordnung unabhängig ist. Die Geschichten können in der Jetztzeit, aber auch in vergangenen Perioden spielen. Die Filme sind oft sehr explizit in der Gewaltdarstellung. Yakuza Graveyard (1976) von Kinji Fukasaku erzählt von einem sperrigen Polizisten, der sich mit einem lokalen Gangboss anfreundet und dadurch einer Bande korrupter Kollegen auf die Spur kommt; als sein Informant getötet wird, überschreitet er die Grenze zur Unterwelt, wird selbst zum Jakusa. In den letzten Jahren haben die Filme Takeshi („Beat“) Kitanos dem Genre im Westen zu neuer Popularität verholfen. Es hat auch ein paar westliche Versuche von Yakuza-Filmen gegeben (so The Yakuza, USA 1975, Sydney Pollack).

Literatur: McDonald, Keiko Iwai: The Yakuza film: an introduction. In: Reframing Japanese cinema: authorship, genre, history. Ed. by Arthur Nolletti, Jr. and David Desser. Bloomington: Indiana University Press 1992, S. 165-192. – Schilling, Mark: The Yakuza movie book. A guide to Japanese gangster films. Berkeley, Cal.: Stone Bridge Press 2003.
 

Referenzen