Metainformationen zur Seite
  •  

Kadrothek

„Sammlung aller möglichen Filmeinstellungen“ (Kazanskij), deckungsgleich mit dem Begriff der Filmothek bei Šklovskij: Im russischen Formalismus kam die Vorstellung einer Kadrothek als Archiv vorgegebener, teilweise stereotypisierter Einstellungen auf. Sie figuriert als eine Art visuelles ‚Lexikon‘. Die Idee eines solchen aus Filmeinstellungen bestehenden ‚Lexikons‘ hängt eng mit der privilegierten Position der Montage in der formalistischen Filmtheorie zusammen, der zufolge die Bedeutung der jeweiligen Einstellung primär durch deren kontextuelle Einbettung gewonnen wird.