Metainformationen zur Seite
  •  

Kaleidoskop

von griech. kalos = schön, eidos = Gestalt, Bild, skopein = betrachten, schauen

Ein Kaleidoskop (= Schönseher) ist ein Unterhaltungsspielzeug, das die Mehrfachreflexion von Winkelspiegeln ausnutzt: Mehrere Planspiegel umgeben in gleichem Winkel zueinander eine durchscheinende Fläche, auf der bunte Glas- oder neuerdings Plastiksplitter lose liegen und durch Bewegung der gesamten Apparatur neu angeordnet werden können. Das Bild, das dem Betrachter erscheint, wird durch die Spiegel zu einem zentralsymmetrischen Arrangement der bunten Elemente. 1816 erfand der Engländer David Brewster eine Röhre, in der wie durch Zauberei wunderschöne Muster in unendlicher Wiederholung erscheinen, das er am 10.7.1817 als „Kaleidoskop“ patentieren ließ.
Im übertragenen Sinne nennt man auch lebendig-bunte Bilderfolgen, die ein Thema ohne einen roten Faden als Sammlung von Impressionen vorstellen, ein „Kaleidoskop“. Im Film dienen Kaleidoskop-Bilder z.B. eines der Modelle, die den Musical-Choreographien von Busby Berkeley anfangs der 1930er Jahre zugrunde liegen.