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Kinematisierung der Wahrnehmung

Begrifflichkeit aus der Medientheorie Paul Virilios. Demnach verändert sich mit dem Aufkommen der Kinematographie die Qualität des Bildes und dessen Wahrnehmung grundsätzlich. Die Dinge erscheinen nun im Verschwinden, der feste Betrachter-Blickpunkt beginnt sich aufzulösen, gerät in Bewegung, ohne dass der Rezipierende selbst sich noch bewegen muss. Die Bilder werden immer schneller, das Subjekt immobilisiert, sein Blick erstarrt. Virilio beschäftigt sich in seinen Schriften seit den späten 1970er Jahren mit dem Zusammenhang von medientechnischen Entwicklungen und deren Konsequenzen auf die ästhetische Erfahrung, insbesondere auf die Wahrnehmung von Raum und Zeit. 
 

Referenzen