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Kinetograph

von griech. kinematos = Bewegung, graphein = schreiben, aufzeichnen; wörtlich also soviel wie „Bewegungsschreiber“

Die Entwicklung des Kinetograph, eines Aufnahmegeräts für 35mm-Film, war im Oktober 1892 abgeschlossen. Die Werkstätten von Thomas Alva Edison hatten ab 1888 an einem Apparat zur Erstellung lebender Bilder gearbeitet. Nachdem Edison einer Vorführung des Zoopraxiscope von Eadweard Muybridge (1830-1904) beigewohnt hatte, wollte er ein Instrument bauen, das für das Auge tun würde, was sein Phonograph bereits für das Ohr tat. Beeinflusst von den chronophotographischen Experimenten der Franzosen Etienne-Jules Marey (1830-904) und Georges Emile Joseph Demenÿ (1850-1917) sowie des Deutschen Ottomar Anschütz (1846-1907) ließ Edison die Idee fallen, Bilder auf einem Zylinder (wie beim Phonographen) anordnen zu wollen. Der Kinetograph wird nach jahrelanger Prüfung durch die US-Behörden am 31.8.1897 für perforierten Rollfilm patentiert. 

Referenzen