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Kriegsromanze

Variante des Kriegsfilms. Im Mittelpunkt steht die romantische Liebesgeschichte, die vor dem Hintergrund eines tosenden Krieges spielt (wie Douglas Sirks A Time to Love and a Time to Die, USA 1958). Besonders beliebt ist die Figur der Krankenschwester (wie in Die letzte Brücke, 1954, Helmut Käutner, oder in The English Patient, 1996, Anthony Minghella), aber auch Fraternisierungen kommen vor oder Beziehungen von Soldaten zu Offizierstöchtern u.ä. – man denke an die unmögliche Liebe des Bauernjungen und faschistischen Soldaten zu einem jüdischen Mädchen in Lacombe Lucien (1974, Louis Malle) oder an Captain Corelli‘s Mandolin (2001, John Madden), der von einer Liebe zwischen einer griechischen Arzttochter und einem italienischen Besatzungsoffizier erzählt. Oft sind Kriegsromanzen von Beginn an überschattet von Vergeblichkeit und Befristung der Beziehung (wie Casablanca, 1942, Michael Curtiz). Typischerweise ist das Ende ungewiss, und beide Liebespartner scheinen gefährdet. Doch obwohl die militärische Pflicht den Geliebten an die Front ruft, ist es oft die Geliebte, die nicht überlebt (man denke an die Filme For Whom the Bell Tolls, 1943, Sam Wood, und Land and Freedom, 1996, Ken Loach, die beide im spanischen Bürgerkrieg spielen). Die militärischen Auseinandersetzungen rücken in den Hintergrund, opulent inszenierte Schlachten gehören nicht in die Kriegsromanze, die sich ganz auf die Liebesgeschichte konzentriert.

Referenzen