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Lichtrichtungen

Je nachdem, wie die Richtung des Lichtes bezogen auf Kameraachse und dargestelltes Objekt bestimmt ist, unterscheidet man verschiedene Lichtrichtungen, ohne dass deren Grenzen immer eindeutig gefasst wären:

above / below key: Die Höhe der Lichtquellen wird oft an der Augenhöhe bemessen; Licht aus einer erhöhten Position korrespondiert weitestgehend den natürlichen Beleuchtungsverhältnissen, z.B. der normalen Position der Sonne. Licht aus erhöhter Position ist darum Teil der Normalbeleuchtung. Extremfälle sind das Fußlicht (engl.: foot light), das ein Licht zu Füßen des Akteurs bezeichnet, und das Oberlicht (engl.: top light), womit vertikal von oben gerichtes Licht gemeint ist.
– Frontalbeleuchtung: Im Extrem fallen Kamerastandort und Lichtquelle zusammen. Ist die Lichtquelle einigermaßen identisch mit dem Kameraort (direktes Frontallicht, engl.: dead frontal), entsteht eine struktur- und konturlose Beleuchtung, weil der Schattenfall kaum Tiefenhinweise gestattet. Meist weichen Licht- und Kameraort aber voneinander ab – hinsichtlich der Höhe, aber auch hinsichtlich der Kameraachse. Man spricht von cross-key, wenn das Licht 15-30° von der Kameraachse abweicht (früher manchmal Schieflicht genannt). Augenlicht und Kleidungslicht sind reine Vorderlichter.
– Gegenlicht: Wenn sich die Lichtquelle der Kamera gegenüber befindet, spricht man von Gegenlicht. Bei genauer Gegenüberstellung spricht man von Silhouettenlicht (engl.: dead back), bei dem das abdeckende Objekt nur mehr als Schattenriss erscheint. Wichtig ist das leichte Hinterlicht des three-quarter back light (selten: Dreiviertel-Hinterlicht), bei dem die Lichtquellen 15-30° abweichend vom direkten Gegenlicht positioniert sind.
– Seitenlicht: Ist das Licht im 90°-Winkel zur Kameraachse orientiert, spricht man von Seitenlicht (engl.: edge light), das die plastische Kontur der Gegenstände besonders stark herausmodelliert. Zwichen Seiten- und Gegenlicht ist das sogenannte Streiflicht angesiedelt, das deutlich hinter den dargestellten Objekten angesiedelt ist, ohne aber schon den Silhouetteneffekt des Gegenlichts zu haben.

Referenzen