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Linsenrasterverfahren

auch: Lentikular‑ oder Prismenrasterverfahren

Bei den Linsenrasterverfahren befinden sich in oder vor dem Objektiv Farbfilter mit je einem blauen, grünen und roten Farbstreifen. In den Schichtträger des zu belichtenden fotografischen Films sind linsenförmige Strukturen eingeprägt, durch die die Bilder in Form nebeneinanderliegender, linienförmiger, abwechselnd blauer, grüner und roter Streifen (Farbauszüge) abgebildet werden; so entsteht eine Art optischen Linienrasters. Bei der Projektion des Films fällt das Licht dann nur durch die hellen Streifen der Schicht und wird durch die eingeprägten „Linsen“ auf das jeweils zugehörige Streifensegment umgelenkt und so „eingefärbt“. Auf dem Abzug oder der Leinwand entsteht so durch das Prinzip der additiven Farbmischung der Eindruck eines farbigen Bildes.
Der Linsenrasterfilm wurde ab Mitte der 1920er bis zur Einführung der Mehrschichtfilme nach den chromogenen Verfahren (1935/36) vor allem für Dias (Agfa/Agfacolor) und Schmalfilme (16‑mm‑Film Kodak Kodacolor Lenticular) sowie für Kinofilme (z.B. Opticolor) eingesetzt. Der Kodacolor‑Linsenrasterschmalfilm von (je nach Quelle: 1925 oder 1928) ist ein Schwarzweißfilm, der ein Umkehrpositiv erzeugt und mit einem Netz von regelmäßigen vertikalen Rillen versehen ist; die Farbwiedergabe bei der Projektion wird durch Filter erreicht. Es soll bis 1937 hergestellt worden sein.

Referenzen