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Location

als Bezeichnung für Film-Drehorte, aber auch allgemein als Name für den Ort, an dem Events (wie etwa Konzerte) stattfinden

englisch für: Stelle, Ort, Standort, Einsatzort;

Jeder Ort (location set) außerhalb eines Studios, an dem Aufnahmen (location shooting) für einen Film stattfinden. Nach den Gepflogenheiten der US-Gewerkschaften spricht man von local locations, wenn die Entfernung vom Studio bis zu 30 Meilen beträgt, ansonsten von distant locations oder overnight locations, die besondere Bezahlung erfordern und zusätzliche Spesen nach sich ziehen. Ist der komplette Film außerhalb eines Studios abgedreht worden, wird das Produkt location film/movie/picture genannt. Eine spezielle Planungsabteilung, das location department, ist mit der Vorbereitung und Durchführung der Außenaufnahmen betraut: Der location manager koordiniert und überwacht die einzelnen Arbeitsschritte, die vorgeplant und im sogenannten location breakdown schriftlich auf Erfassungsbögen fixiert werden. Wenn der location scout einen geeigneten Ort gefunden hat, wird die Dreherlaubnis beim Besitzer eingeholt und ein Vertrag (location agreement/release) über Miete (location fee) und Nutzungsbedingen geschlossen. Rollen müssen besetzt (location casting), Licht (location lighting) und Ton (location sound) vom location team/crew installiert sowie mobiles Aufnahmegerät bereitgestellt werden (location camera). Spezielle Transportmittel (location bus/van/vehicle) werden ebenso benötigt wie mobile Garderoben, Schmink- und Ruheräume, Toiletten usw. (location dressing room, auch honeywagon genannt). Nach Beendigung der Dreharbeiten müssen Örtlichkeiten und Gelände i.d.R. wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückverwandelt werden (clean-up).
Die amerikanische Filmindustrie hat einen „Filmmaker's Code of Conduct“ erstellt, einen Verhaltenskodex mit 18 Regeln, mit dem jedes Mitglied von Außenteams dazu verpflichtet wird, die Umwelt zu achten, Ressourcen zu schonen, Lärm und Schmutz zu vermeiden, Anwohnern mit Respekt zu begegnen und so durch angemessenes Benehmen nicht die Arbeitsgrundlagen späterer Filmcrews zu zerstören.

Literatur: Clevé, Bastian: Film production management. 3rd ed., Burlington, MA / Oxford: Focal Press 2006, S. 67-83. – Honthaner, Eve Light: The complete film production handbook. 3rd ed., Boston, MA: Focal Press 2001, S. 256-303.

Referenzen