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low comedy

Gegensatz: high comedy

Seit Aristophanes zu allen Zeiten gepflegter Komödienstil, der im Unterschied zur high comedy weniger den Kopf als vielmehr den Bauch anspricht und sich dazu handfester bis grober Mittel wie Slapstick (etwa bei Mack Sennett und seinen Keystone Cops), stumpfer Gewalttätigkeiten und hinterhältiger Gemeinheiten bedient sowie auf jene mit einiger Sicherheit humortreibende Wirkung setzt, die darin besteht, Filmpersonen der Lächerlichkeit preiszugeben und dazu verbale Schmähungen, Demütigungen, sexuelle Zoten und skatologische Unflätigkeiten auszutauschen. Beispiele sind etwa die Westernpersiflage Blazing Saddles (USA 1974) von Mel Brooks (dessen gesamtes Werk Züge dieses Stils aufweist) und die Vielzahl der Abbott and Costello-Filme. Auch ein soziologisch ambitionierter und hochpolitischer Regisseur wie Pier Paolo Pasolini hat sich – den Textvorlagen angemessen – in seinen als Sittengemälde angelegten Literaturverfilmungen Il Decamerone (Italien/Frankreich/BRD 1971, nach Boccaccio) und I Racconti di Canterbury (Italien/Frankreich 1972, nach Chaucer) solcher Stilmittel der low comedy bedient.

Literatur: Charney, Maurice: Comedy high and low: an introduction to the experience of comedy (1978). 4th ed. New York [u.a.]: Lang 1993. – Dale, Alan S.: Comedy is a man in trouble: slapstick in American movies. Minneapolis: University of Minnesota Press 2000.

Referenzen