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master scene

Seit der Zeit von D.W. Griffith drehen die klassischen Hollywood Regisseure oft eine „master scene“, d.h. eine Totale einer ganzen Filmszene ohne Unterbrechung. Dadurch wurden die Dialoge und Bewegungen der Schauspieler in einer räumlichen und zeitlichen Einheit festgehalten. Manchmal drehte man sogar mehrere Masteraufnahmen der gleichen Szene (dann sprach man vom „first master“, „second master“ usw.). Die Master-Einstellung bildet die Grundlage der Montage der Szene: „amerikanische“ Einstellungen und Nahaufnahmen werden in die Szene hineingesetzt, die entsprechenden Teile der Master-Aufnahme dafür entfernt. So garantierten die Techniker die Kontituität des Geschehens in einer Szene, die ein wichtiger Teil der Ästhetik des klassischen Hollywood-Kinos war. Vor allem erlaubte das Verfahren es den Produzenten, Filme ohne Einwirkung des Regisseurs umzuschneiden. Heute wird eine Szene meist schon bei der Aufnahme in einzelne Einstellungen aufgelöst, ohne dass man noch eine master scene drehte – dadurch spart man viel Rohfilm.

Referenzen