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Monsterfilm

Monster sind Figuren, die vor allem in der Science Fiction und im Horrorfilm auftreten. Monster sind Kreuzungen aus Tier und Mensch, urzeitliche Viecher (wie die Dinosaurier oder die Figur des King Kong), zu gigantischen Proportionen mutierte Tiere (oft Insekten wie die Spinnen in Jack Arnolds Tarantula, 1955) oder einfach nur ekelerregende, sonst nicht weiter bestimmbare Aliens. Einerseits sind sie die Feinde der menschlichen Figuren, andererseits bedienen sie die Angst(lust) des Publikums. Eine ganze Reihe von Filmen des Genres entstand in den 1950er Jahren – und immer wieder sind es Atombombenversuche, die Geschöpfe zum Erwachen bringen, die seit Jahrmillionen im Urwald oder in den Tiefen der Ozeane schlummerten (wie Godzilla z.B.).
Die Frage, inwieweit das meist destruktive Tun eines Monsters psychologisch nachvollziehbar sein soll, ist oft eine Gratwanderung, die von Film zu Film verschieden beantwortet wird. Allerdings fungieren die wenigsten Monster (und diese meist auch nur partiell) als Identifikationsfiguren. Eine berühmte Ausnahme ist King Kong, 1933), in dem das Monster zur tragischen Figur und zum Träger empathischer Energien wird.
Auf Produktionsseite fordern Monsterdarstellungen in jedem Fall die Kreativität der Designer heraus. Außerdem findet ihre Inszenierung in der Regel unter Rückgriff auf Special Effects statt (wie die Stop-Motion-Animation, Umgang mit Miniaturen etc.). Einige Monsterfilme haben es zu Kultfilmen geschafft (wie Arnolds The Creature from the Black Lagoon, 1954). Natürlich können Monster auch außerirdische Wesen sein (wie in Alien, 1979, Ridley Scott), obschon längst nicht jedes außerirdische Wesen auch ein Monster sein muss.

Literatur: Schulz, Berndt: Monster machen mobil : die Schrecken der Kinoleinwand. Bergisch Gladbach: Lübbe 1988.

Referenzen