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Nasen-Filme

(Bisher) zwei Spielfilme (Die Supernasen, BRD 1983, Dieter Pröttel; Zwei Nasen tanken Super, aka: Die Supernasen II, 1984, Dieter Pröttel) aus der Zusammenarbeit des Fernsehshow-Moderators Thomas Gottschalk und des Blödelbarden und Spaßmachers Mike Krüger, die beide auch als die Drehbuchautoren genannt werden. Der erste dieser Filme gelangte zu seinem – ähnlich wie bei den Pauker- und Tanten-Filmen – ein Subgenre indizierenden Titel, weil er (a) komödiantisch-parodistisch an das Genre des Detektiv- und Privatagentenfilms (engl. private eye film) anknüpfte (im Deutschen wird der Detektiv zur „Spürnase“) und weil (b) der Sänger Krüger über ein hervorstechendes Riechorgan verfügt, das auch bereits vor diesen Filmen sein Markenzeichen war. Den beiden „Kultfilmen“ kommt ein gewisses kulturhistorisches Interesse insofern zu, als sie Anschauungsmaterial über Sitten und Gebräuche, Moden, Kommunikationsformen und Sprechweisen in der Bundesrepublik Deutschland in der ersten Hälfte der 1980er Jahre liefern. Die Bezeichnung „Nase“ ist als abfällige Bezeichnung einer Person, die nicht ernst zu nehmen ist, seitdem in die allgemeine Jugendsprache eingegangen.

Referenzen