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New Indian Cinema

Unter diesem Begriff werden die vom indischen Staat geförderten Filme der späten 1960er und der frühen 1970er Jahre bezeichnet. Auch die Begriffe „Parallel“, „Middle“ und „New Wave Cinema“ sind gebräuchlich. Der Beginn wird mit der Satire Bhuvan Shome (1969) von Mrinal Sen oder mit Uski Roti (1969) von Mani Kaul angegeben. Die Filme des New Indian Cinema sind das erste Ergebnis der Filmpolitik Indiens, die 1960 die Film Finance Corporation (FFC) zur Finanzierung nicht-kommerzieller Filme gegründet hat. Die Filme des New Indian Cinema nehmen sich sozialer und politischer Themen an und sind im Unterschied zum populären indischen Film zumeist dem sozialen Realismus verpflichtet. Derartige Filme gab es vorher ohne staatliche Finanzierung nur vereinzelt, als meist unabhängige Produktionen jener Regisseure, die abseits des indischen Mainstreams arbeiteten (wie Satyajit Ray oder Ritwik Gathak) und zu den Vorbildern des New Indian Cinema wurden, zu dessen bekanntesten Vertretern die Regisseure Mrinal Sen, Shyam Benegal, Mani Kaul, Aparna Sen zählen.

Literatur: Vasudev, Aruna: The New Indian Cinema. Dehli: McMillian India 1986.

Referenzen