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Objektivrevolver

engl.: lens turret, turret head; Objektivrevolver an Mikroskopen: nosepiece; das Objektiv, das gerade im Einsatz ist, wird taking lens genannt

Ein Objektivrevolver ist eine drehbare Scheibe, auf der drei (manchmal zwei oder vier) einzelne Objektive angebracht sind; sie ist vor das Bildfenster der Kamera montiert und kann gedreht werden, so dass man verschiedene Optiken in den Lichtgang einschwenken kann, ohne das Objektiv wechseln zu müssen. Objektivrevolver stammen aus der Zeit, in der Zoomobjektive nur unzureichend funktionierten – man hatte alle erforderlichen Objektive an der Kamera angebracht und konnte durch einfaches Drehen das entsprechende Objektiv vor das Bildfenster bringen. Objektivrevolver wurden bei Kameras dominant in den Kleinformaten des Amateurbereichs und bei Halbformaten eingesetzt. So wurden 8mm-Kameras mit einzelnem Objektiv, Objektivrevolver oder Zoom ausgeliefert; wurde ein Objektivrevolver verwendet, saßen auf diesem oft nicht Objektive, sondern nur Vorsatzlinsen, das Normalobjektiv war fest hinter dem Revolver eingebaut. Infolgedessen enthielt einer der Vorsätze nur eine Gegenlichtblende. Einen Revolver mit drei Objektiven hatte aber auch eine so berühmte 16mm-Kamera wie die Paillard-Bolex H 16 Reflex (ca. 1958). Bei 35mm-Projektoren sind manuell oder elektrisch betreibbare Objektivrevolver für die verschiedenen Projektionsformate bis heute üblich. 
 

Referenzen