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Obsession

Im Zentrum der Obsessions-Geschichten steht eine Figur, die eine pathologische Zwangsidee hat, die sie willentlich weder lenken noch unterdrücken kann und die oft im Widerspruch zu ihrem logischen Denken steht. Die Obession kann sich auf verschiedenste Sachverhalte, Objekte oder Menschen richten. In der Regel ist ihr etwas Bedrohliches eingeschrieben – sei es für die besessene Figur selber, sei es für deren Umfeld –, worauf Filme oft ihre Spannungsbögen gründen. Das Motiv wird gerne mit anderen wie amour fou, menacing husband, Rache, Religion, Hörigkeit, Psychopathie u.a. verflochten. Als Erzählmuster respektive Genres bieten sich Leidensgeschichten, Beziehungsdramen, Thriller und Horrorfilm an. Obsessionen als Motive in komischen Genres sind dagegen selten.

Beispiele: Pickpocket (Frankreich 1959, Robert Bresson); La Prisonnière (Frankreich 1962, Henri-Georges Clouzot); Lunes de Fiel (Frankreich/Großbritannien 1991, Roman Polanski).

Literatur: Norden, Martin F.: The uncannny film image of the obsessive avenger. In: Paradoxa 3,3-4, 1997, S. 367‑378. – Rothenberg, Molly Anne: The ,newer angels‘ and the living dead: The ethics of screening obsessional desire. In: Camera Obscura, 40-41, May 1997, S. 16‑41.

Referenzen