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Ochsenkopf

auch: Ochsenkopfantenne

Im Süden der DDR gebräuchliche, umgangssprachliche Bezeichnung für eine zum Empfang des Westfernsehens vorgesehene TV‑Antenne in Privathaushalten. Der Name spielt auf den Ochsenkopf hin, einen Berg im Fichtelgebirge, von dem aus der Bayerische Rundfunk das ARD-Fernsehprogramm auch in Teile der DDR (Westsachsen, Ostthüringen und im Süden des heutigen Sachsen‑Anhalt) ausstrahlte. Bis in die 1970er hinein wurden Bürger, auf deren Dächern die von der Bauart auffälligen Ochsenköpfe gesehen wurden, mit Repressalien verfolgt; erst mit Beginn der Regierungszeit Erich Honeckers wurden sie (wie auch der Empfang der West-TV-Sendungen) geduldet.