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Ocker Films

Der sogenannte Ocker-Film gehört zum kulturellen Syndrom des Ockerismus, der in den 1960er und 1970er Jahren als eine besondere Spielart des australischen Machismo gilt: Ein ocker ist ein Mann, der nicht nur laut und unkultiviert ist, sich bis zur Unverständlichkeit in Slang äußert, sich gern prügelt und vor allen Dingen Bier, aber auch andere Alkoholika zu sich nimmt, bis er die Besinnung verliert. Die Bezeichnung stammt wohl von einer TV-Figur, einem gewissen Ocker (gespielt durch den TV-Komiker Ron Frazer), der dem Sozialtypus in den frühen 1970er Jahren Gesicht gab. Die Filme des sogenannten Ocker-Zyklus haben das Bild des Ockers als einen Teil des „Australian Way of Life“ gezeichnet, wobei manchmal unklar ist, ob es sich dabei um Karikaturen oder um ernstgemeinte Rollenbilder handelt. Zu den Filmen gehören They’re a Weird Mob (1966), The Adventures of Barry McKenzie (1971), Alvin Purple (1973), The F.J. Holden (1976) und Summer City (1976-77) mit Mel Gibson.

Literatur: Oxley, Henry: Ockerism. The Cultural rabbit. In: Australian Popular Culture. Ed. by Peter Spearritt & David Walker. North Sydney: Allen & Unwin 1979. – Verhoeven, Deb: The Sexual Terrain of the Australian Feature Film: Putting the Outback into the Ocker. In: The Bent Lens. A World Guide to Gay & Lesbian Film. Ed. by C. Jackson and P. Tapp. Melbourne 1997, S. 25-32.
 

Referenzen