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Panoramafreiheit

auch:  Straßenbildfreiheit

In vielen Rechtsordnungen der Welt ist das Urheberrecht eingeschränkt, weil es jedermann ermöglicht, urheberrechtlich geschützte Werke, beispielsweise Gebäude, Kunst am Bau oder Kunst im öffentlichen Raum, die von öffentlichen Verkehrswegen aus zu sehen sind, bildlich wiederzugeben, ohne dass hierfür der Urheber des Werkes um Erlaubnis ersucht werden muss. In der BRD heißt es in § 59 UrhG – Werke an öffentlichen Plätzen, Abs. 1: „Zulässig ist, Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Grafik, durch Lichtbild oder durch Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben. Bei Bauwerken erstrecken sich diese Befugnisse nur auf die äußere Ansicht.“ Andere Länder haben eingeschränkte Panoramafreiheit (wenn etwa wie in Belgien bei kommerziellen Nutzungen das Einverständnis des Urhebers eingeholt werden muss) oder verzichten auf gesetzliche Regulierung und ermöglichen es Urhebern, Abbildungen ihrer Werke zu verbieten (wie in Frankreich).

Literatur: Janetzki, Susanne / Weitzmann, John: Report on Freedom of Panorama in Europe. Berlin: iRights Berlin [für Wikimedia Deutschland] 2014, URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:REPORT_ON_THE_FREEDOM_OF_PANORAMA_in_EUROPE_by_iRights_Berlin.pdf.