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Prisma

griech., = „das Zersägte“; geometrischer Körper, dessen Grund- und Deckfläche parallele, kongruente Vielecke sind und dessen Seitenflächen von Parallelogrammen begrenzt werden

(1) In der Optik dienen prismatische Körper aus Glas oder anderen lichtdurchlässigen und -brechenden Stoffen zur spektralen Zerlegung des Lichts oder zur Richtungsänderung abbildender Strahlen. Im Kopf einer Spiegelreflexkamera befindet sich z.B. ein Pentaprisma mit fünf Flächen in gleicher Richtung, das es ermöglicht, dass man das Objekt im Sucher aufrecht stehend sieht.
(2) Trickoptik, bei der die Linse aus Mehrfachprismen zusammengesetzt ist. Surrealistische Traumszenen, verspielte Vielfach-Split-Screens (wie in The Thomas Crown Affair, 1968, Norman Jewison), aber auch pseudo-subjektive Aufnahmen aus Insektenaugen (wie in The Fly, 1958, Kurt Neumann, oder Phase IV, 1974, Saul Bass) werden bei Prismenaufnahmen vervielfacht und damit irrealisiert.