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profiler

Profiler sind wissenschaftlich arbeitende Polizisten oder (Polizei-) Psychologen, die durch Einfühlung und genaueste Spurensuche versuchen, Tatabläufe zu erfassen und daraus ein psychologisches Profil von Tätern zu erstellen, das zu Ermittlungszwecken dienen kann. Sie wurden der Natur der Sache nach im Zusammenhang mit Serienmordfällen populär. Vorbilder für diese Filmfiguren waren häufig FBI-Mitarbeiter. Durch ihre Fähigkeit zur Einfühlung in die geistige Welt von Tätern werden Profiler meist als gebrochene und gefährdete Ermittlerfiguren inszeniert. Inzwischen nicht nur in Serienmörderfilmen aktiv, repräsentieren sie Personen auf der Grenze von Gut und Böse („normal“/ „verrückt“), haben oft Intuitionen und Vorahnungen hinsichtlich bevorstehenden Unheils und über dessen Urheber (so wie man früher vom „Zweiten Gesicht“ – engl.: second sight – mancher Menschen sprach). In der Kriminalpraxis sind sie die Ermittler, die neben Gerichtsmedizinern (amer.: coroners) Verbrechen semiotisch verstehen und zu entziffern suchen. Einen bisherigen Kulminationspunkt des Genres bildet die Figur des Gil Grissom in der Fernsehserie C.S.I. (USA/Kanada 2002), in der die Funktionen von Profiler und Coroner enggeführt werden. Profiler können für ihre Arbeit Datenauswertungsprogramme und -geräte benutzen, die ebenfalls Profiler genannt werden. Die Figur tritt außerdem in zahlreichen neueren Spielfilmen auf (Mindhunters, USA 2004, Renny Harlin; Lautlos, BRD 2004, Mennan Yapo), aber auch in Serienproduktionen (Wire in the Blood / dt.: Hautnah – Die Methode Hill, GB 2002ff; Polizeiruf 110: Mit anderen Augen, BRD 2006, Buddy Giovinazzo).

Referenzen