Metainformationen zur Seite
  •  

publicity stills

Publicity stills sind Standaufnahmen von Filmszenen, die für Reklamezwecke produziert wurden. Schon Anfang der 1910er Jahren gehörte ein Photograph zum Filmdrehteam, der nach Beendigung einer Filmszene die Schauspieler für eine Aufnahme mediengerecht umverteilte. Der Asta Nielsen-Film Die Filmprimadonna (1913) dokumentiert den Vorgang als Teil der Spielhandlung. Bald wurden nicht nur Szenen vor der Kamera photographisch festgehalten, sondern auch die Dreharbeiten selbst ebenso wie Garderobe- und Maskentests oder auch Filmpremieren und andere publicity events. Die Fotos wurden auf Leinen gezogen und zu master key books gebunden, welche bei wichtigen Filmen über 300 Fotos stark sein konnten. Die stills wurden nicht nur von der Presse nachgedruckt, sondern wurden auch als Schaukastenfotos eingesetzt. Bis in die 1970er Jahre hinein wurden publicity stills nur als Schwarzweiss-Bilder vertrieben, um dann langsam von Farbdias abgelöst zu werden. Heute werden sie meist als Digitalfotos an die Presse verteilt, wobei Kinos nur noch selten solche Fotos ausstellen.