Metainformationen zur Seite
  •  

senikyoyo-eiga

von japan. seni = „Kampfgeist“ + kyoyo = „Beförderung, Stärkung“ und eiga = „Film“, d.h. „Filme zur Stärkung des Kampfgeistes“

Nach dem Angriff auf Pearl Harbor (7.12.1941) erließ die japanische Kriegsregierung strikte Auflagen, die – ähnlich wie bei den deutschen Nationalsozialisten – die heimische Filmwirtschaft verpflichteten, nationale Themen nach einem festen Mengenschlüssel in einer politisch erwünschten Weise zu bearbeiten. So waren etwa 1942 die drei japanischen Produktionsfirmen Shochiku, Toho and Daiei vom Kriegsministerium angewiesen, je einen Dokumentarfilm zu produzieren. Als fester Angestellter der Firma Shochiku schrieb Yasujiro Ozu (zusammen mit Kosaku Akiyama and Ryosuke Saito) das Skript für Haruka nari fubo no kuni [Das ferne Heimatland meiner Eltern], das aber aufgrund der Kriegsereignisse nicht realisiert wurde. (LK)

Literatur: High, Peter B.: Ozu's war movie: Haruka nari fubo no kuni. In: Gerow, Aaron / Nornes, Abé Mark (eds.): In praise of film studies. Essays in honor of Makino Mamoru. / Eiga-gaku no susume. Makino Mamoru ni sasageru. Victoria, BC: Trafford / Yokohama: Kinema Kurabu 2001, S. 199-216. – Ders.: The imperial screen: Japanese film culture in the Fifteen Years' War, 1931-1945. Madison, Wisc.: University of Wisconsin Press 2003.

Referenzen